NLP

 

NLP – Neurolinguistisches Programmieren

In den Siebziger-Jahren taten sich der Mathematiker Richard Bandler und der Sprachwissenschaftler John Grinder zusammen um herauszufinden, was erfolgreiche Menschen so erfolgreich macht. Sie begannen zunächst drei der erfolgreichsten Therapeuten der damaligen Zeit zu beobachten, nämlich die Familientherapeutin Virginia Satir, den Gestalttherapeuten Fritz Perls und den Hypnosetherapeuten Milton Erickson.
Sie „extrahierten“ besondere Verhaltensweisen dieser Koryphäen und auch die Art und Weise wie sie es taten.
Bandler und Grinder gingen vollkommen pragmatisch an Ihre Forschungen heran. Es interessierte sie gar nicht warum etwas funktionierte, sondern vielmehr wie und was man tun muss um die Ergebnisse zu bewirken, die man bewirken möchte.
Ihre Art und Weise, herauszufinden, was wirkt, nannten sie „Modelling“.
Mit der Zeit „modellierten“ sie nicht mehr nur Therapeuten, sondern auch besonders erfolgreiche Business-Manager, Spitzenverkäufer, Künstler und viele mehr. Sie brachten ihre Erkenntnisse ihren Studenten bei, die ihrerseits weitere Forschungen anstellten und deren Ergebnisse in dasNLP einbrachten.
Das NLP breitete sich aus, erreichte Europa, und wurde immer mehr und mehr mit verschiedensten Techniken bereichert. Heute ist das NLP eine Riesensammlung an Techniken, die hochwirksam Ergebnisse produzieren. Wie beim Gebrauch von Werkzeugen ist es allerdings wichtig, diese sorgsam und gekonnt einzusetzen.
Die Werkzeuge des NLP werden heute gerne als „Formate“, „Prozesse“ und/oder „Interventionen“ bezeichnet. Teilweise tragen sie interessante Namen wie, z.B.: „Swish“, „Transtemporäre Werte-Elizitation“, oder „Six-Step-Reframing“.

Hier kommen Sie zur Homepage von Richard Bandler, John Grinder und Robert Dilts, den wesentlichsten Entwicklern des NLP.

NLP und Hypnose

Sowohl Fritz Perls, als auch Virginia Satir riefen bei ihren Klienten Trancezustände hervor, ohne dies als Hypnose zu bezeichnen. Nur Milton Erickson gab vor, Hypnose aktiv zum Wohle seiner Patienten einzusetzen.

Auch bei Durchführung von NLP-Formaten treten meistens spontane Trancezustände auf. Das ist meines Erachtens deswegen interessant zu erwähnen, weil es sich um Hypnosen ohne Induktion (=Hypnoseeinleitung) handelt. Vom Klienten werden diese Trancezustände aber nicht als solche wahrgenommen. Doch der geübte NLPler erkennt und nutzt sie natürlich. Man könnte sagen: Es gibt zwar Hypnose ohne NLP, aber (fast) kein NLP ohne Trance. Es ist nicht weit hergeholt zu behaupten, NLP ist eine Form angewandter Hypnose.

Die Grundannahmen des NLP

NLP geht von gewissen Grundannahmen aus von denen aber nicht behauptet wird, dass es Wahrheiten sind. So wird in diesem Zusammenhang auch von den „Lügen“ des NLP gesprochen. Denn, ob diese Grundannahmen wahr sind oder nicht, ist typischerweise für NLPler nicht von Bedeutung. Es kommt vielmehr darauf an, dass sie nützlich sind. Die Grundannahmen sind also grundlegende Sichtweisen, die, wenn man sie akzeptiert, sehr wirkungsvoll gewünschte (Verhaltens-) Veränderungen ermöglichen.

Und hier sind sie:

  1. Jeder Mensch ist eine individuelle Persönlichkeit und dementsprechend zu behandeln.
  2. Jeder Mensch lebt in seinem eigenen individuellen Modell der Welt, das er selbst, aufgrund seiner Erfahrungen, Erlebnisse und psychologischen Verarbeitung, erzeugt.
  3. Jedes dieser Modelle ist einzigartig. Oft wird der Vergleich mit einer Landkarte gezogen, die ja auch nicht tatsächlich das Gebiet ist, welches sie darstellt. So besitzt jeder von uns seine eigene Landkarte der Welt.
  4. Menschen orientieren sich anhand dieser inneren Landkarte und nicht an der tatsächlichen Realität.
  5. Viele Probleme resultieren aus der Unvollständigkeit unserer Weltmodelle. Werden unsere Landkarten erweitert, so ergeben sich dadurch für uns weitere Handlungs- und –Verhaltensmöglichkeiten. Vorher (noch) nicht erkennbare Lösungswege tauchen auf.
  6. Wir treffen immer die, in der aktuellen Situation für uns beste Wahl in unserem Verhalten. Die beste Wahl, die uns im momentan, in dieser Situation zur Verfügung steht. Jedes Verhalten hat einen guten Zweck in Zusammenhang mit dem Kontext, in dem es entstanden ist, und dem Weltmodell an dem wir uns orientieren.
  7. Dauerhafte Verhaltensänderungen sind nur möglich, wenn der gute Zweck des ursprünglichen Verhaltens gewahrt, oder entsprechend transformiert erhalten bleibt.
  8. Alle notwendigen Ressourcen zur Lösung eines Problems sind in der jeweiligen Situation bereits vorhanden und können dem Betreffenden relativ leicht nutzbar gemacht werden.
  9. In jedem System dominiert das Element mit den meisten Handlungsmöglichkeiten.
  10. Alles, was ein Mensch lernen kann, kann ein anderer Mensch ebenso lernen.
  11. Der körperliche (physiologische) Zustand eines Menschen beeinflusst dessen Geist, ebenso hat die geistige Verfassung einen Einfluss auf den Körper. Sie sind Teile eines Ganzen und beeinflussen sich wechselseitig.
  12. Unser Verhalten wird größtenteils von unseren unbewussten Prozessen dominiert. Unser Bewusstsein ist nur ein kleiner Teil unserer Persönlichkeit.

Unsere fünf Sinne

Wir nehmen die Welt mit unseren Sinnen wahr. Diese sind:

  1. Visuell sehen
  2. Auditiv hören
  3. Kinestätisch fühlen
  4. Olfaktorisch riechen
  5. Gustatorisch schmecken

Warum ist das so wesentlich?

Alles was wir wahrnehmen verarbeiten wir auch sinnesspezifisch. Unsere Gedanken laufen in einer Aufeinanderfolge an Bildern, Klängen und Geräuschen, Worte, Sätze (Sprache), Empfindungen, Gerüchen und Geschmäckern ab.
Je nach dem, wie diese aneinandergereiht, bzw. mit einander kombiniert werden, und die Art und Weise, wie diese Sinne innerlich repräsentiert werden, bestimmt, wie wir uns fühlen, und damit, in weiterer Folge, unser Verhalten.
So ist es, zum Beispiel möglich, Bilder hell oder dunkel zu sehen, bewegt oder als Standbild, schwarz weiß oder bunt. Auch können wir Töne oder Klänge laut oder leise, dumpf, schrill, melodisch, von links oder rechts kommend, usw. innerlich hören. Dasselbe gilt für alle Sinne, wir können sie in den verschiedensten Ausprägungen erleben. Im NLP-Jargon spricht man in diesem Zusammenhang von „Submodalitäten“. Diese Submodalitäten beeinflussen ganz wesentlich unser Denken und Fühlen.

 

Ein Beispiel:
Stellen Sie sich bitte bildlich Ihre Lieblingsspeise vor. Sie können nun das Bild gedanklich etwas größer machen. Dann machen Sie es etwas heller und noch etwas bunter. Vermutlich wirkt Ihre Lieblingsspeise dadurch für Sie noch attraktiver, noch appetitlicher.

 

Und nun das Gegenbeispiel:
machen Sie Ihr Bild kleiner und schieben Sie es geistig weiter weg. Nehmen Sie die Farbe raus und sehen Sie es nur noch schwarz weiß. Und nun lassen Sie es undeutlicher werden, verschwommen. Na, ist Ihnen der Appetit vergangen? Zumindest ein wenig, nicht wahr?

 

Das NLP gibt uns die Werkzeuge an die Hand, dies alle bis ins kleinste Detail herauszufinden und zu verändern. Wir schreiben sozusagen die Programme, die in unserem Kopf ablaufen um, beziehungsweise neu. Dadurch kann uns unser ungeliebter Arbeitsplatz auf einmal optimal erscheinen, eine Person, vor der wir bisher Angst hatten empfinden wir als lustig und niedlich. Der furchteinflößende Tiger wird zum süßen Schmusekätzchen.
Wir können uns dadurch auf die Empfindungen „programmieren“ die wir brauchen, um uns so verhalten zu können, wie wir es möchten.

Unsere neuronalen Verarbeitungsprozesse (Denken) können wir mit den Mitteln der Linguistik (Sprache) so gestalten (programmieren), dass wir die Ergebnisse bekommen, die wir gerne hätten.

Somit ergibt sich der Name Neuro-Linguistisches-Programmieren – NLP

NLP als Methodik der Lebens und Sozialberatung

Dem Beruf der Lebens und Sozialberatung muss eine Methodik zugrunde liegen. Unter Methodik meine ich, das, was der Coach, bzw. Lebens und Sozialberater tut, um seinem Klienten zu helfen.
Das muss nicht unbedingt NLP sein, aber meiner Ansicht nach eignet es sich durch seinen konstruktivistischen und lösungsbezogenen Ansatz ganz besonders gut dafür. Und es hat sich, bestens bewährt.
Das Neurolinguistische Programmieren fragt nicht so sehr  nach den Ursachen des Problems, sondern eher danach, welches Ziel stattdessen erreicht werden soll, und was zu tun ist, um es zu verwirklichen.
Im NLP sieht man Probleme als noch nicht gefundene Lösungen. Man geht davon aus, dass alle Ressourcen, die notwendig sind, um seine Probleme zu lösen, bzw. seine Ziele zu erreichen, im Menschen entweder bereits vorhanden sind, oder relativ einfach zu beschaffen sind. Diese Sichtweise hat sich immer wieder bestätigt und führt manchmal zu erstaunlich schnellen Erfolgen.

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