Wie die Zeit unsere Realität beeinflusst

Fliegt eine Fliege haarscharf an einem Spinnennetz vorbei. Sagt die Spinne: „Na warte, Hypnose Wien
morgen erwisch‘ ich dich!
„Ätsch“, sagt die Fliege, „ich bin eine Eintagsfliege!“ Hypnose Wien
Dieser Witz zeigt sehr schön ein Phänomen, das sich total auf unsere Realität auswirkt: Unser Zeitempfinden verändert die  Welt.  Seit Newton dachten wir ja, die Welt entspräche einem großen Uhrwerk und der Sinn unseres Lebens wäre es herauszufinden, wie genau dieses Uhrwerk funktioniert, welche Gesetzmäßigkeiten darin verborgen liegen. Newton legte seinen Überlegungen einen linearen Zeitverlauf zu Grunde. Später erkannte Einstein, dass das aber aber offensichtlich nicht stimmt, sondern dass Zeit und Raum in irgendeiner Art und Weise voneinander abhängig sind. Die Zeit war auf einmal relativ.
Nicht viel später lieferte die Quantenphysik derart außergewöhnliche Beobachtungen, dass nun niemand mehr genau weiß, wie das alles zusammenhängt. Einander ausschließende Ereignisse scheinen sich gleichzeitig abzuspielen und die Vorgänge ändern sich dadurch, dass man sie beobachtet. Oder, Informationen tauchen an einem Ort auf, bevor sie noch an dem Ort verschwunden sind, an dem sie vorher waren.
Also ehrlich gesagt, für mein Hirn ist das zu kompliziert, um es zu verstehen, aber es zeigt mir, dass es Unsinn ist anzunehmen, die Zeit sei eine unveränderlich physikalisch Größe, deren Eigenschaften bekannt seien.
Unser Zeitempfinden ist veränderbar, das haben wir alle schon erlebt. Einmal vergeht die Zeit schneller, dann wieder quälend langsam, je nachdem auf welcher Seite der Klotür wir gerade stehen.

Ich möchte Sie gerne zu folgendem Gedankenexperiment einladen:

Stellen Sie sich vor, sie wären kein normaler Mensch, der ca achtzig bis neunzig Jahre lang lebt und dann stirbt. Stellen Sie sich vor, Sie seien ein „Acht Tage“-Mensch. Das heißt, nach Ihrer Geburt sausen sie durch Ihre Kindheit, sind dann mit ca zwei Tagen erwachsen, mit ca drei Tagen bekommen Sie Nachwuchs, mit fünf Tagen stellen Sie entsetzt fest, dass sie längst nicht mehr so fesch und knackig sind, wie noch vor ein paar Stunden. Mit sechs Tagen gehen Sie in die Pension, mit sieben Tagen merken Sie, dass es Sie immer mehr dort und da zwickt und zwackt. Mit acht Tagen beugt Sie das Alter und mit neun Tagen ist Ihnen endlich die ewige Ruhe gegönnt. Wurde ja auch Zeit, immerhin haben sie ja ein ganzes langes Leben auf der Erde verbracht, genug ist genug.
Sie leben Ihr Leben also in acht bis neun Tagen vom Baby bis zum Greis.

Wenn das so wäre:

glauben Sie, die Klimaveränderung wäre ein Thema für Sie? Sicher nicht, die würden Sie gar nicht mitbekommen. Sie würden gar nicht wissen, dass es verschiedene Jahreszeiten gibt, denn wie sollten Sie es denn feststellen? Wahrscheinlich würden Sie auch keine anderen Länder kennen lernen, weil es im Verhältnis zu Ihrer Lebenszeit viel zu lange dauern würde, dort hinzukommen. Auch wäre es nicht möglich, Lesen und Schreiben zu lernen, weil man dazu im Allgemeinen länger als ein paar Tage braucht.
Wenn Sie also jemand bitten würde, das Leben auf der Erde zu beschreiben, dann würde Ihre Beschreibung ganz anders sein, als die eines Achzigjährigen. Sie würden vermutlich nichts von zeitlichen Veränderungen erzählen, weil Sie Veränderungen, die länger als acht Tage dauern, einfach nicht mitbekommen konnten.

Ebenso anders wäre es, wenn Sie achttausend Jahre alt würden.
Da könnten Sie von der Zeit erzählen, in der es noch keine Metallgegenstände gab und wie sich das Leben dadurch veränderte, dass Eisen nutzbar gemacht wurde, der elektrische Strom entdeckt wurde, das Auto erfunden wurde und so weiter. Sie hätten Tiere gesehen, die es heute längst nicht mehr gibt und Sie hätten erlebt, wie diese ausstarben. Ob es eine Klimaerwärmung gibt? Natürlich, sie erleben ja gerade schon, sogar schon die vierte. Dazwischen natürlich immer wieder Klimaabkühlungen.
Sie würden also auch von Veränderungen erzählen können, von denen wir heute gar nichts wissen, weil wir sie in der kurzen Zeit von achtzig Jahren gar nicht erkennen können.

Klar, dass wir dadurch ein völlig anderes Verständnis der Welt hätten, als wir es jetzt tatsächlich haben, nicht wahr? Trotzdem gibt es Menschen, und das sind wahrscheinlich die meisten, die sich einbilden, die reale Welt sei genau so, wie sie es wahrnehmen. Unglaublich, wie unrealistisch diese Vorstellung ist! Eigentlich total vertrottelt!

Und jetzt ein zweiter Gedanke zur Zeit:

Wie lange dauert das „Jetzt„? Wann beginnt es und wann endet es?
Antwort: das „Jetzt“ beginnt genau dann, wenn die Vergangenheit endet und es beginnt, wenn die Zukunft beginnt. Es ist eigentlich eine unendlich kleine Zeitspanne, ein Zeitpunkt. Ein Zeitpunkt hat keine Dauer, sonst wäre er ja eine Zeitspanne. Also: Dauer eines Zeitpunktes = null. Nachvollziehbar?
Gut. Nun die nächsten beiden Fragen: Was ist Vergangenheit und was ist  Zukunft?
Wenn Sie Menschen über ein Ereignis befragen, dass einige Jahre zurück liegt, werden Sie garantiert unterschiedliche Aussagen bekommen. Diese bekommen Sie sogar wenn das Ereignis nur einige Tage zurückliegt. Und das aus zwei Gründen: erstens hat in der damaligen Situation jeder etwas anderes wahrgenommen (das ist völlig normal und passiert praktisch immer), dadurch auch anders in Erinnerung, und zweitens, je länger das Ereignis zurück liegt, desto mehr wird unsere Erinnerung mit unserer Fantasie vermischt. Also kann man sagen, die Vergangenheit ist die Vorstellung jedes Einzelnen davon, war früher war. Richtig?
Und nun die Zukunft: die Zukunft ist das, was wir annehmen, dass geschehen wird, aber noch nicht geschehen ist.
So, und nun die Quintessenz dieser Überlegungen: nachdem die Gegenwart unendlich kurz ist, also praktisch gleich null, gibt es sie gar nicht. Und die Vergangenheit ist nur eine Vorstellung, beziehungsweise eine Zeit die es nicht mehr gibt. Die Zukunft ist eine Zeit die es noch nicht gibt, also auch (noch) nicht existent ist. Sie wird auch nie existieren, sonst wäre sie ja die (unendlich kurze) Gegenwart mit Dauer = Null.
Schlussfolgerung: es gibt gar keine Zeit! Zeit ist nur eine Einbildung.

Sie meinen, das könne nicht sein, Sie sehen das anders? Abwarten!

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