Stress

Stress ist lebensverkürzend! Stress ist lebensverkürzend und lebensnotwendig!

Wir kommen immer wieder unter Stress, oft ungewollt und für uns unverständlich. Herzinfarkt und Burnout sind längst in allen Berufsgruppen vertreten. Schuld daran sind alte Muster, die seit Jahrtausenden unser Verhalten steuern. Wir leben längst nicht mehr in Urhorden, die um ihr Überleben täglich kämpfen müssen, aber unser Nervensystem reagiert immer noch auf Alltagssituationen, als ginge es um unser Leben.
Die ausgeschütteten Hormone kreisen tagtäglich in unserem Blutkreislauf, schädigen unsere Zellen und behindern unser klares Denken gerade dann, wenn wir es am meisten brauchen.
Nicht jeder erlebt jede Situation gleich, – unterschiedlich wie unsere Persönlichkeit ist auch unser Stressverhalten. Einige Stressreaktionen sind heutzutage nicht mehr sinnvoll, sondern lebensfeindlich.
Wir arbeiten mit Instinkten die nicht mehr in unsere Zeit passen.
Zur Veränderung verwenden wir Methoden aus dem NLP, der Yoga-Entspannungstechniken, der Autosuggestion, Coaching, Sport u.v.a.m.

Was ist Stress?

Mit Stress  (Disstress) beschreiben wir die unangenehmen Empfindungen, die entstehen, wenn wir geistig oder körperlich, meist unter Zeitdruck, Situationen ausgesetzt sind, denen wir uns nicht gewachsen fühlen.
Auch „Eustress“ ist eine Überlastung unseres Körpers oder Geistes, allerdings empfinden wir dabei hauptsächlich positive Gefühle, wie zB. bei einem Wettbewerb, Training, eine Partie Schach, Ausübung von Sport, etc…
In beiden Fällen versucht sich unser Körper und auch unsere Psyche an eine Überlastung oder Beanspruchung anzupassen. Dieser Anpassungsprozess ist aber nicht immer erfolgreich.
Der Auslöser (Stressor) kann sowohl realer, als auch imaginärer Natur sein. Ja, auch allein die Vorstellung, dass uns etwas passieren könnte, kann Stresssymptome auslösen.
In Wirklichkeit ist ein Leben ohne Stressoren, das sind anregende Reize, nicht denkbar. Ein Mindestmaß an Anregung brauchen unser Körper und unser Gehirn, um überhaupt zu funktionieren. Das bewiesen schon vor über 50 Jahren die Experimente mit Sinnesreizentzug.
Die ursprüngliche Stressreaktion unserer Vorfahren, nämlich die spontane Reaktion auf eine Bedrohung des Lebens oder der Gesundheit durch Feinde aller Art, ist heute eine Seltenheit. Diese Reaktion ist von der Natur vorgegeben, um das Überleben des Individuums zu fördern. Dabei wird eine Vielzahl unwillkürlicher körperlicher Reaktionen ausgelöst:

  • Stress bewirkt Adrenalinausstoß durch die Nebenrinden
  • Stress sorgt für Beschleunigung des Herzschlages
  • Stress verursacht steigenden Blutdruck
  • durch Stress kommt es zur Verengung der peripheren Gefäße
  • Stress bewirkt die Beschleunigung des Stoffwechsels und Abzug der Energie aus den Verdauungsorganen
  • Stress erhöht die Gerinnungsfähigkeit des Blutes
  • Stress sorgt für weitgehende Abschaltung des logischen Denkens
  • Stress verursacht eine Erhöhung der Gehirnaktivität
  • Stress verbessert die Durchblutung der Muskeln
  • Sdurch Stress kommt es zu einer Schärfung der Sinne

Das von der Natur gewollte Ergebnis: der Mensch verwandelt sich in eine Kampfmaschine, bzw. reagiert mit Aktivität (Flucht oder Angriff). Oder es tritt ein Totstellreflex auf.
Die typische Reaktion, die übrigens bei jedem Menschen anders abläuft, nennt man Stress-Respons.

 

Stresstypen

Bei der Stressverarbeitung unterscheidet man zwischen zwei gegensätzlichen Reaktionstypen, dem Sympathikotoniker und dem Vagotoniker und einem Mischtyp.
Beim Sympathikotoniker überwiegt die Tätigkeit des aktivierenden Systems. Beim Vagotoniker, der äußerlich ruhig und gelassen erscheint – er schluckt den Ärger förmlich runter – kommt es zu einer überwiegenden Reaktion des Vagus.

Link zu Wikipedia: das Vegetative Nervensystem

Der Sympathikotoniker

Neigt unter Stress vor allem zu Unruhe, erhöhtem Blutdruck, Nervosität, Kopfschmerzen, feuchten Händen, Überaktivität, Einschlafschwierigkeiten, im extremen Fall zu Herzinfarkt.
Durch die ständig erhöhte Muskelspannung kommt es häufig zu Kreuzschmerzen, Ischias, Bandscheibenproblemen, schmerzhaften Verspannungen im Nacken und Migräne.
In akuten Stresssituationen reagieren sie häufig aufbrausen und aggressiv, „sie gehen in die Luft“.
Bei Dauerstress neigen Sympathikotoniker zu folgenden Krankheiten:

  • gestörte Hormonregulation (Aggressionen)
  • Nierenschädigungen
  • Sexualproblemen
  • erhöhter Blutzucker
  • Denkblockaden
  • verringerte Immunabwehr

Sympathikotoniker geben meistens anderen Menschen, bzw. der Umwelt die Schuld an ihrem Stress. Bei erhöhten Anforderungen reagieren sie mit Überaktivität; sie haben das Gefühl, sie müssten noch mehr leisten, um ihren Symptomen zu entkommen. Dadurch ergibt sich ein Teufelskreis, aus dem es schwer ist, zu entkommen.

Der Vagotoniker

Beim Vagotoniker ist das Gleichgewicht in Richtung Parasympathikus (Vagus) verschoben. Äußerlich ist diesen Menschen kaum eine Regung anzusehen, sie wirken oft betont ruhig und beherrscht („Totstellreflex“). Ihre „inneren“ Konflikte tragen sie durch parasympathische Reaktionen, z.B. Magen-Darm-Störungen aus.
In akuten Stresssituationen kann dieser Typ auch mit Kopfschmerzen (durch Blutdruckabfall, Blutleere im Kopf) reagieren. Durch die Unterversorgung des Gehirns sind Konzentrationsprobleme ebenfalls häufig zu beobachten.

Symptome:

  • Auch hier kommt es zu Muskelverspannungen, die Spannungskopfschmerzen erzeugen können
  • Schwindelgefühl
  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Schulterschmerzen
  • Magen-Darmprobleme
  • niederer Blutdruck
  • Bronchialasthma,
  • verringerte Immunabwehr
  • gestörte Hormonregulation (Depressionen)
  • Blasenerkrankungen.

Der Vagotoniker versucht sich ständig zu dämpfen. Als Kehrseite des Leistungsdynamikers ist er in unserer Gesellschaft stark unterrepräsentiert.

Kommt am meisten vor: der Mischtyp

In Wirklichkeit repräsentieren wir alle in unserem Stressverhalten keinesfalls einen einzigen Stresstyp; wir reagieren gemischt, einmal so – einmal so. Es besteht aber meist ein deutlicher Überhang in eine Reaktionsrichtung.
Manchmal hängt die Reaktionsweise sogar vom Stressor selbst ab. Das kann heißen, wir reagieren in gefühlsmäßiger Bedrängung etwa vagoton, bei der täglichen Belastung im Beruf wiederum mit allen Merkmalen eines Sympatihkotonikers.

Abhilfe

Sympathikotoniker:

  • Autogenes Training und andere Entspannungstechniken
  • Ausgleich der Überaktivität durch ausgiebige Erholungsurlaube
  • Sauna, Massage
  • besinnliche Aufenthalte in freier Natur
  • Ausdauersport
  • Dehnungsübungen, mehr dazu
  • Coaching

Vagotoniker:

  • Bewusstes Atmen schafft Verbindung zum Hier und Jetzt
  • Übungen zur Aktivierung
  • Wettbewerbe
  • Sport
  • Aktivurlaube
  • aktiv seine Probleme angehen!!!
  • Coaching

Für beide Typen geeignet:

  • Sport: durch körperliche Betätigung kann angestauter Energieüberschuss freigesetzt, bzw. der Organismus aktiviert werden.
  • Lange Ruhepausen: in diesen wirklichen Pausen regeneriert sich der Organismus und (Di-) Stress kann sich auflösen.
  • Biofeedback Training: der Trainierende lernt, direkten Einfluss auf seinen Organismus zu nehmen und wird dadurch in die Lage versetzt, seine Energie in die richtigen Bahnen zu leiten.
  • Coaching: sich die Probleme vom Leib reden erleichtert. Prioritäten finden und ordnen. Fähigkeiten nutzen, die brach liegen. Aus Stressfaktoren Ziele machen. Hinderliche Überzeugungen durch nützliche Überzeugungen ersetzen. Andere, nutzvollere Neurostrategien implementieren. Automatisch ablaufende Reaktionen neu programmieren.
  • Time Management: auf jeden Fall ist es wichtig, sein Leben zu planen. Wenn Sie einen Plan haben, was Sie bis wann erreicht haben möchten können Sie auch versuchen, ihn einzuhalten. Das ist schon tausend Mal besser, als vor lauter „Zu viel zu tun“ zu verzweifeln. Kennen Sie den Ausspruch: „Ich bin heute vor lauter Stress zu gar nichts gekommen“ ? Das lässt sich in den Griff kriegen. Aber leider ist es so: „die Leute, die sich mit Zeitmanagement-Techniken beschäftigen, sind meist die, die ihre Zeiteinteilung eigentlich ganz gut im Griff haben. Diejenigen, die wirklich im Stress sind, haben keine Zeit für Zeitmanagement.

 

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